Ihr Lieben,
nur noch eine Woche.
Eine Woche, bis der Baum leuchtet, bis die Kinder die Tür zur Stube aufmachen, bis das Papier raschelt, die Kerzen brennen und jemand fragt, wann’s Essen gibt.
Und ich weiß nicht, wie es Euch geht – aber ich schwanke gerade zwischen „ach, ich hab noch Zeit“ und „oh wow, es ist wirklich bald soweit“. Und ich habe festgestellt, dass mir doch noch ein paar Geschenke fehlen. Damit muss ich mich gleich noch einmal auseinandersetzen, bevor ich mich mit den Kindern ins Auto setze, um nach Nordfriesland zu fahren.
Aber genau dafür gibt’s diesen Artikel.
Denn jetzt geht’s ums Eingemachte. Um das, was Weihnachten praktisch macht – und um das, was es besonders macht.
Was bisher geschah – mein kurzer Zwischenstand
Wir haben das Baumschmücken geplant und ich werde morgen vermutlich den Weihnachtsschmuck meiner Mutter vom Dachboden holen, wenn mein Bruder das nicht schon gemacht hat. Dann wird Monat geschmückt – wie immer mit Musik, Apfelpunsch, einer ordentlichen Portion Lametta-Entscheidungschaos und dem silbernen Stern am Ende.
Die Geschenke sind (fast) vollständig, die Stoffbeutel liegen bereit.
Die vielen Weihnachtskarten mit unglaublich lieben Worten meiner Freunde sind hier im Esszimmer aufgestellt.
Das Weihnachts-Menü steht.
Der Apfellikör ist in Flaschen, das Glühweingelee wurde zum Teil schon verteilt.
Und ich habe mir die Hausaufgaben für die Weihnachtsferien von Goldich heruntergeladen! Was für eine schöne Idee!
Aber: Es ist noch genug zu tun.
Und: Es darf trotzdem ruhig werden. Nicht in der To-do-Liste, sondern in mir.
Einkaufsliste schreiben – aber mit System
Wenn ich eines gelernt habe: Ohne Liste geht nichts.
Ich gliedere sie inzwischen nach Tagen & Anlässen. So:
Für den 24.:
Frühstück (Brötchen vorbestellen oder einfrieren)
Mittagessen – bei uns meist leicht (Suppe, Salat)
Abendessen – Raclette / Fondue / Würstchen & Kartoffelsalat oder wie bei uns der Braten
Für den 25./26.:
Zutaten für Gänge (wer bringt was?)
Desserts (Panna Cotta, Mousse, Obst?)
Backups für Spontanbesuche (Kekse, Käseplatte, Schokolade)
Kindertaugliches: Nudeln, Snacks, Quetschies
🗓 Vorräte:
Milch, Butter, Eier, Mehl, Zucker
Kaffee, Tee, Sirup, Honig
Küchenrolle, Toilettenpapier, Müllbeutel
Alufolie, Frischhaltefolie, Zipbeutel
Waschmittel, Spüli, Kerzennachschub
Und dann mach ich eine 2. Liste in der ich die Einkäufe nach Produtkgruppen sortiere. Also Gemüseabteilung, Kühlregal etc. So geht es dann beim Einkaufen schneller. Manchmal mach ich das auch Digital mit der App Bring!. Das geht auch ganz gut. Ich nehme die Liste mit zum Einkauf – aber auch zu meinem Küchenschrank. Oft ist mehr da, als ich denke. Und manches fehlt, obwohl ich’s 100 % sicher da wähnte.
Kalt stellen – bevor der Kühlschrank platzt
Wir stellen jetzt schon Getränke raus:
Sekt / Cremant
Kinderpunsch
Mineralwasser
Weißwein
Apfelsaft
Glühwein (kalt lagern – dann später auf dem Herd oder im Topf auf dem Ofen wärmen)
Wenn der Kühlschrank zu voll ist:
Balkon (in Boxen, Kinder und Wettersicher)
Fensterbank
Flur mit kühler Ecke
oder zur Not: großer Korb mit Kühlakkus (für 24 Stunden reicht das)
Pro-Tipp: Getränkekisten direkt sortieren. Dann steht die „Weihnachtsecke“ griffbereit.
Was jetzt schnell weg ist – jetzt sichern!
Diese Dinge kaufe ich diese Woche:
Lieblingskäse (z. B. Ziegenfrischkäse, Brie, Comté…)
besondere Aufschnitte (vegetarisch & klassisch)
Fisch (wenn frisch, rechtzeitig vorbestellen!)
Raclettekäse
glutenfreies Brot backe ich und friere ich eun (auf Vorrat einfrieren)
frisches Gemüse, das haltbar ist (Möhren, Kartoffeln, Rotkohl)
Was ich auch besorge:
viel Butter
Vanillesahne
Zitronen, frische Kräuter
- Eier
- Schlagsahne und Kakaopulver
und: eine Packung Nudeln mehr – für Notfälle
Den Tisch vorbereiten – ein Geschenk an Euch selbst
Wenn Ihr die Möglichkeit habt, dann deckt den Tisch schon am Dienstag.
Ich mach das iin dem Fall mit meiner Mutter zusammen. Was ich vorbereite:
Tischdecke waschen, bügeln, hinlegen
Besteck & Gläser parat legen
Servietten falten oder in Ringe
Kerzen in Position bringen
- Schüsseln schonmal sichten und bereit stellen
kleine Deko (Tannenzweig, Kugel, Name) bereitstellen
Karaffen & Wasserflaschen bereithalten
evtl. Tischplan aufschreiben (gerade mit Kindern Gold wert!)
Ich liebe es, wenn ich am 24. nur noch leicht drüberwischen muss – und dann einfach genießen kann.
Geschenk-Endspurt mit Überblick
Letzte Geschenke? Noch nicht eingepackt?
Ich empfehle:
alles an einem Ort sammeln
Verpackungsmaterial sortieren (Packpapier, Stoffbeutel, Bänder, Anhänger)
abends in Etappen einpacken – mit Film, Hörbuch oder Stille
alles direkt beschriften
nach Gruppen packen: Familie / Freunde etc.
Und wenn’s zu viel wird:
Eine liebevolle Karte + Gutschein + ein Keks tun’s auch.
Weihnachtspost – letzte Runde
Wenn Ihr noch Karten schreiben wollt – oder eine Karte plötzlich besonders wichtig wird – dann ist jetzt die Zeit dafür.
Und falls Ihr keine Karte mehr schafft:
Sprachnachricht mit Musik dahinter ist manchmalauch schön und wertschätzend. Und das sage ich – die überhaupt kein Freund von Sprachnachrichten ist.
Licht, das bleibt – kleine Rituale
Ich nehme mir diese Woche ganz bewusst Zeit für kleine Rituale:
jeden Abend eine Kerze anzünden
morgens 5 Minuten in Ruhe am Baum sitzen
ein Spaziergang alleine
einen Brief an mich selbst schreiben
ein Lied laut singen, wenn keiner zuhört
Denn: Weihnachten beginnt nicht am 24.
Es ist in dieser Woche.
In diesen Momenten. In diesen Blicken. In den Kleinigkeiten. Ich muss auch auf mich etwas aufpassen, daher versuche ich hier auch noch besser auf mich zu achten.
Die aktuelle Checkliste wartet wie immer weiter unten – zum Ausdrucken oder Abhaken auf dem Handy.
Vielleicht könnt Ihr sie auch teilen – mit einer Freundin, die gerade nicht weiß, wo sie anfangen soll. Oder mit Euch selbst, wenn alles gerade ein bisschen viel ist.
Und wenn Ihr nur einen Punkt davon schafft:
Auch das ist Weihnachten.
Alles Liebe
Clara
Einkaufsliste schreiben – aber mit System
Kalt stellen – bevor der Kühlschrank platzt
Den Tisch vorbereiten – ein Geschenk an Euch selbst
Geschenk-Endspurt mit Überblick
Licht, das bleibt – kleine Rituale



Katja sagt
Du siehst toll aus, Weihnachtsclara!
Kein sonderlich einfallsreicher Kommentar, aber das, was ich gedacht habe.
Ein schönes Fest wünscht Dir eine treue Leserin, und Frieden innen und außen.
So ungefähr das, was auf dem Holstentor steht, in meiner innig vermissten alten Heimat.
Liebe Grüße aus Neustadt an der Weinstraße,
Katja
tastesheriff Clara sagt
Liebe Katja, danke für deine lieben Worte! Ich wünsche dir tolle Weihnachten.
Liebste Grüße
Clara