Schulstart und neue Routine
Ihr Lieben,
das neue Schuljahr hat angefangen und das ist für mich immer der Zeitpunkt, alles noch mal wieder zurechtzuruckeln. Was läuft gut? Wie organisieren wir unseren Alltag? Und wie kriegen wir das alles unter einen Hut?
Ich bekomme dazu immer wieder Rückfragen von euch – und habe mir gedacht: Ich schreib das einfach mal auf. Bei Instagram hab ich auch ein paar Fragen von Euch dazu bekommen. Die versuche ich einfach mal zu ergänzen.
Alltag mit größeren Schulkindern – alles wird leichter
Grundsätzlich merke ich: Es wird wirklich einfacher, je älter die Kinder werden.
Inzwischen geht keins der Kinder mehr in die Nachmittagsbetreuung. Mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule hat sich das so ergeben – und so kommt auch die Kleine nach dem Mittagessen nach Hause. Sie ist ja inzwischen in der vierten Klasse.
Selbst wenn mein Mann oder ich beruflich unterwegs sind, klappt das wunderbar. Die beiden sind inzwischen so eigenständig, dass sie sicher nach Hause kommen und direkt mit den Hausaufgaben starten.
Wenn ihr also noch kleinere Kinder habt – lasst euch gesagt sein: Es ist alles eine Frage der Zeit! Ihr hattet mich gefragt, wie wir es mit dem Ausfall von Betreuung, Krankheit und Co. machen. Das ist immer nervig! Und schwierig. Inzwischen sind die Kinder so groß, dass Krankheit nicht mehr bedeutet: 12 Stunden auf Mami liegen. Aber es ist natürlich immer eine Sache der Organisation, die in den meisten Fällen an mir hängen bleibt, da ich ja im Homeoffice arbeite. Aber auch da würde ich sagen: es wird alles besser, je selbstständiger die Kinder sind. Man muss die Selbstständigkeit aber auch zulassen.
Als die Kinder noch kleiner waren, hatten beide digitale Uhren zur Erreichbarkeit. Die Uhr der Kleinen ist inzwischen akkuschwach, die Große hat mittlerweile eine Apple Watch – die aber die meiste Zeit zu Hause liegt.
Wir möchten so lange wie möglich auf Handys verzichten. Wenn sie nachmittags unterwegs sind, nehmen sie die Uhren mit. Wichtig war mir, dass sie meine Handynummer auswendig können – das funktioniert super. Und natürlich sind unsere Nummern auch in den Unterlagen notiert, die sie bei sich tragen.

Zwischen Organisationstalent und Chaosmanagerin
Wir beide Eltern arbeiten viel und sind auch oft unterwegs. Deshalb müssen wir unseren Alltag möglichst smooth gestalten.
Ich habe manchmal das Gefühl, irgendwo zwischen Organisationstalent und Chaosmanagerin zu pendeln. Und ja – man sieht unserer Wohnung meine berufliche und persönliche Belastung immer an. Wenn Chaos in meinem Kopf herrscht, dann spiegelt sich das oft auch hier wieder. Ich hab da das Bedürfnis an dieser Stelle an mir zu arbeiten und hab am vergangenen Wochenende auch mal wieder Rambazamba gemacht.
Familienkalender & Wochenplanung – unser Organisationssystem
Wie lösen wir den gordischen Knoten im Alltag? Mit Planung.
Das Wichtigste für uns sind unsere digitalen Kalender, die wir miteinander teilen.
Jedes Familienmitglied hat einen eigenen Kalender, mein Mann und ich teilen zusätzlich unsere beruflichen Kalender – und ich habe noch meinen Agenturkalender, den ich mit meinem Team nutze.
Das klingt viel (10 Kalender insgesamt!), aber durch die Farben bleibt alles übersichtlich. Einmal im Monat machen wir eine grobe Übersicht: Welche Wochenenden sind schon verplant? Welche Termine müssen wir noch koordinieren? Natürlich sind wir auch manchmal beruflich länger unterwegs. Das Bedarf immer einiger Absprachen und ist nicht immer so unkompliziert! Aber irgendwie funktioniert es.
Außerdem besprechen wir einmal wöchentlich die nächste Woche – und jeden Abend gehen mein Mann, die Kinder und ich kurz den kommenden Tag durch.
Im Flur hängt außerdem ein analoges Pinboard – dort landen Einladungen, Schulinformationen und Einkaufslisten.
Und weil die Kinder inzwischen selbstständig sind, übernehmen sie auch kleine Botengänge oder Einkäufe – das entlastet uns und stärkt ihre Eigenverantwortung. Win-win!
Ich habe zudem ein Trelloboard mit all meinen To Dos. Das sind berufliche, aber auch private. Dort trage ich alles ein – Selbst Punkte wie Rasenmähen oder Verträge kündigen, bekommen da von mir einen Punkt mit Datum! Über meine Trello Leidenschaft hab ich auch schonmal einen Artikel geschrieben!
Und jeder hat seine Aufgaben. So übernimmt mein Mann immer morgens – Wecken, Kinder antreiben, Brotdose machen, die Kleine zur Schule bringen und co! Dafür fallen mir viele Aufgaben am Nachmittag zu, sowie Einkaufen und viel Familienorga! Die Wäsche macht wiederum mein Mann, sowie das Tauschen der Bettwäsche, Handtücher und co.

Arbeiten mit Struktur – und trotzdem flexibel bleiben
Ich bin als Selbstständige zeitlich flexibel, arbeite aber recht strikt von acht bis vierzehn Uhr – und oft noch mal abends. Zusätzlich bin ich politisch aktiv, im Elternrat und Landesvorstand engagiert – da kommt einiges zusammen.
Damit das alles funktioniert, braucht es Routinen:
Am Abend bereiten wir alles für den nächsten Tag vor – Schulsachen, Kleidung, Brotdosen. Wenn das morgens fehlt, eskaliert es sofort.
Mein Mann übernimmt morgens: Er weckt die Kinder, macht Frühstück, Brotdosen und sorgt für pünktlichen Schulstart.
Ich genieße in der Zeit meine Morgenroutine für mich:
Entweder bleibe ich noch etwas im Bett – oder gehe (Montag und Freitag um 5:30 Uhr!) mit meiner Freundin zum Sport. Das ist fest eingeplant und fällt fast nie aus – selbst wenn ich spät ins Bett komme. Verabredet ist verabredet.
Hausaufgaben, Hobbys & Nachmittagsorganisation
Unser wichtigster Punkt: Hausaufgaben sofort nach der Schule.
Je später der Nachmittag, desto schwieriger die Konzentration. Also direkt ran – und danach ist Freizeit.
Unsere Kinder haben viele Hobbys: Hockey, Reiten, Klavier und Schlagzeug.
Dank Fahrgemeinschaften, Videokonferenzen und Lehrkräften, die nach Hause kommen, funktioniert das gut.
Natürlich kommen Arzttermine und Spontanverabredungen dazu – aber mit Struktur bleibt alles machbar.
Essensplanung, Vorräte & Sparabos
Die Kinder essen beide in der Schule zu Mittag. Das ist für mich eine große Entlastung. Das ist gesetzt. Nur in Einzelfällen, kommen sie mal früher nach hause und dann gibt es manchmal auch nur ein Müsli oder ein Brot und etwas Obst zum MIttagessen! Unsere Essensplanung betrifft also nur das Abendessen und ist recht strukturiert.
Wir haben immer Grundzutaten zu Hause – Pasta, Reis, Kartoffeln, Eier, Brot.
Einmal die Woche setzen wir uns zusammen, planen die Woche und überlegen, wer wann zu Hause ist. Jeder darf Wünsche äußern – und so entsteht ein bunter, abwechslungsreicher Wochenplan. Es gibt nicht jeden Tag immer etwas warmes. Die Kinder essen ja schon warm in der Schule. Aber nach Möglichkeit, versuche ich auch etwas warmes oder zumindest gesundes am Abend auf dem Tisch zu haben. Ganz selten – aber es kommt auch mal vor – gibt es Abends nur Joghurt mit etwas Müsli und Obst! Wenn es mal schnell gehen muss.
Weil wir glutenfrei essen, ist Vorratshaltung besonders wichtig.
Viele Lebensmittel bestelle ich über Amazon Sparabos (z. B. glutenfreie Nudeln, Mehle, Waschmittel). Das spart Zeit und sorgt dafür, dass nie etwas fehlt.
Zusätzlich bestelle ich regelmäßig bei Ackerliebe, vor allem Bio-Mehle und Snacks für die Brotdose.
Wir haben zwei große Kühlschränke und einen großen Gefrierschrank – ideal, um auf Vorrat zu kochen.
Oft koche ich doppelte Mengen, friere Quiches oder Bolognese-Portionen ein, und mit TK-Gemüse oder Beeren sind wir immer einsatzbereit.
Abends essen wir immer gemeinsam – egal, ob zu dritt oder zu viert. Dieses gemeinsame Abendessen ist uns heilig.
Rituale, Struktur & Zeit für sich selbst
Strukturen und Rituale sind das, was unseren Alltag trägt.
Aber genauso wichtig sind individuelle Zeiten. Mein Mann braucht viel Zeit für sich – und ich lerne das gerade.
Ich nehme mir bewusster Zeit für Freundinnen, Spaziergänge, Sport oder kleine Auszeiten.
Mein Projekt seit 2023: Mich selbst mehr in den Fokus stellen.
Deshalb fahre ich am Wochenende allein in ein Hotel im Wald – einfach, um aufzutanken.
Haushalt mit Familie – Mithelfen & kleine Routinen
Das Thema Haushalt hat noch Luft nach oben.
Unsere Kinder sind nicht die Ordentlichsten – aber sie übernehmen Aufgaben: Spülmaschine, Tischdecken, Aufräumen, Wäsche falten. Wir haben auch zusätzlich regelmäßig Unterstützung für die Grundreinigung.
Ich arbeite daran, dass alles seinen festen Platz hat – aber das bleibt ein Prozess.
Viele Dinge wie Waschmittel, Taschentücher oder Klopapier kommen als Sparabo – eine Methode, die ich schon aus Windelzeiten kenne.
Ich habe Vorräte nicht nur bei Lebensmitteln, sondern auch bei Schul- und Bastelmaterial.
Und natürlich kleine Geschenkideen – für spontane Anlässe perfekt.
Gelassenheit im Familienalltag – und Mut zur Lücke
Was uns hilft? Flexibilität und Gelassenheit.
Nicht jeder Plan geht auf. Manchmal steht der Pappmüll im Flur, der Klamottenstuhl quillt über – aber es ist immer sauber.
Ich habe gelernt, auch mal Fünfe gerade sein zu lassen. Und wenn’s zu viel wird – hilft Türen schließen und durchatmen.
Fazit – Unser Familienalltag mit Struktur, Vorrat & Gelassenheit
Für uns funktioniert der Alltag mit einer Mischung aus Struktur, Vorrat, Planung – und Mut zur Lücke.
Ein paar Dinge will ich noch verbessern, vor allem mehr Grundordnung für alle.
Aber das Leben ist kein Hochglanzmagazin – und genau das ist auch gut so!
Ich nehme Euch bei Instagram sicher mal mit, wenn ich das Thema Grundordnung angehe.
Habt Ihr Tipps für mich? Oder Fragen?
Ich freue mich auf Euer Feedback und Eure Erfahrungen mit Alltagsorganisation in der Familie!
Alles Liebe
Clara
Schulstart und neue Routine

Hausaufgaben, Hobbys & Nachmittagsorganisation

Rituale, Struktur & Zeit für sich selbst
Haushalt mit Familie – Mithelfen & kleine Routinen
Gelassenheit im Familienalltag – und Mut zur Lücke


Denise sagt
Danke für den Einblick!
Bei uns ist vieles anders, manches aber doch sehr ähnlich.
Ohne unseren digitalen Kalender geht ebenfalls nix. Ein Hoch auf Fahrgemeinschaften! Und auf Vorratshaltung, viele Supermärkte in der Nähe und Lieferdienste.
Eine große Entlastung ist auch die Kantine auf der Arbeit bei mir, wo ich auch eine Portion für den Mann mitnehmen kann (und da er nah bei arbeitet auch direkt abholen kommt, alle meine Kollegen witzeln schon immer über unser McDrive/Lieferando Game :-)) Das Kind bekommt Mittagessen in der OGS in der Grundschule.
Die Vorratshaltung bzgl. Schulmaterial habe ich auch eingeführt, ich glaube sogar bei dir abgeguckt :-)
Und größere Kinder sind wirklich praktisch. Wenn ich überlege, was wir gestern Nachmittag abgerissen haben:
Bücherei, von dort zum Stoffladen gelaufen während das Kind im Auto gelesen hat, dann weiter gefahren: neue Gaskartuschen besorgen, Drogeriemarkt, Bäcker, eigentlich Schuhe kaufen wollen (im Geschäft stellt das Kind fest, dass es auf Toilette muss), nach Hause gedüst auf Toilette + Sachen abgeladen, dann ein paar Sachen im Supermarkt besorgt, zuhause weggeräumt und angefangen Wäsche aufzuhängen – das alles in ca. 2h10min. Spaß gemacht hat es nicht, aber es war machbar, mit kleinerem Kind (womöglich noch mit Kinderwagen) doch gar nicht möglich.
Und abends war es auch ein paar Minuten alleine, während ich auf dem Rückweg vom Sport und der Mann auf dem Hinweg zu seinem Termin war…
Liebe Grüße, Denise