
Ihr Lieben!
Die Herbstferien 2023 werden uns wohl für immer in Erinnerung bleiben, denn wir haben so viele einzigartige Momente geschaffen auf unserer kleinen Rundreise. Unser Ziel in der zweiten Ferienwoche war Südtirol mit meiner Freundin und ihrem Sohn. Und mir kam die Idee: Wie wäre es denn, wenn wir einfach langsam anreisen? Immer in kleinen Etappen unterwegs – bis an unser finales Ziel. Und dabei auch endlich mal all die Freunde besuchen, die man viel zu selten sieht und denen man immer einen Besuch verspricht! Gesagt – getan. Die Kinder haben inzwischen auch ein super Alter für solche Abenteuer und saugen alles auf. Da wir leider die Herbstferien immer ohne meinen Mann bestreiten müssen, war es ein toller Mädelstripp für uns drei!
Ich hab unsere Freunde angerufen und geschaut, wann sie Zeit haben. Und dann ging es für mich in die Planung: Die Fahrzeiten sollten nicht zu lang sein, aber auch jede Menge Erlebnisse und auch ein bisschen Kultur und Geschichte sollte auf dem Weg stattfinden. Wir hatten 10 Tage Zeit, bis wir in München meine Freundin mit Sohn am Bahnhof abholten wollten und die haben wir auch gut gefüllt! Heute nehm ich Euch mit auf Teil eins unserer Reise.
Den Anfang machte ein Besuch bei unseren Freunden in Wuppertal! Wir sind seit vielen Jahren eng befreundet. Vor ein paar Jahren sind sie beruflich nach NRW gezogen. Unsere Kinder sind gleich alt. Nur leider sehen wir uns viel zu selten… Aber auch dieses Mal waren alle wieder nach ein paar Minuten sehr innig. So spielten die Kinder sofort. Wir machten einen kleinen Spaziergang und quatschten bis in die Nacht. Am nächsten Morgen ging es für mich bei Eiseskälte und wenig Schlaf in der Dunkelheit mit unserem Freund auf den Hochsitz. Ich wollte schon immer mal mit auf die Jagd gehen und es war ein richtig tolles Naturschauspiel. Nur das lange leise sein fiel mir recht schwer. Hah! Das muss man auch können!


Den Nachmittag verbrachten wir im Wuppertaler Zoo, der fußläufig zu unseren Freunden liegt. Eigentlich wollten wir alle noch mit der Schwebebahn fahren, aber irgendwie fehlte uns dazu dann die Zeit, denn am nächsten Tag ging es für die Wuppertaler Crew ja wieder in die Schule! So gab es einfach noch viel gute Zeit zum Quatschen und noch ein köstliches Abendessen. Am nächsten Tag ging es für uns direkt früh weiter – gleichzeitig mit der Schulklingel der anderen.

Auf dem Weg in Richtung Süden legten wir einen Zwischenstop in Trier ein. Da wollte ich schon immer mal hin und ich fand es auch von der Geschichte spannend für die Kinder. Ich bekam einen wertvollen Tipp bei Instagram und so holten wir uns bei der Touristeninfo neben dem Porta Nigra einen Stadtführer für Kinder. Den schnappten sich die Kinder und so machten wir einen Spaziergang durch die ganze Stadt mit vielen kleinen Stopps bei römischen Baudenkmälern und mit viel Input.
Dazu war auch herrliches Wetter und wir haben uns ein bisschen in diese Stadt verknallt. Wenn man eine Stadt selbst erkundet, kann man das glücklicherweise ja auch in seinem eigenen Tempo machen. Und so konnten wir zwischendurch einkehren und Burger essen, einen Füller kaufen und uns dann weiter treiben lassen. Der Stadtführer enthält eine kleine Ralley und so war der Ehrgeiz der Mädchen natürlich geweckt und wir erkundeten die ganze Tour!
Unser nächstes Übernachtungsziel war das Landidyll Hotel zur Marienburg in Pünderich. Wir betreuen mit unserer Agentur ja die Landidyll Hotels auf den Social Media Kanälen und stehen daher auch mit den einzelnen Hotels häufig enger in Kontakt. Ich kannte das Haus bisher nur von Bildern und wollte endlich mal selbst dort hin, sodass ich dies mit auf unseren Reiseplan schrieb. Mir waren bei unserer Planung Stadthotels zu stressig und ich wollte etwas entschleunigendes. Die Landidyll Häuser liegen alle im ländlichen Raum, sind familiengeführt und haben auch alle ein Restaurant im Haus. Das finde ich für diese Art des Reisens herrlich entspannend. Gerade da ich alleine mit den Kindern unterwegs war. Super, wenn man abends nicht erst noch nach einem Restaurant suchen muss. Zudem ist für einige von uns ja glutenfreies Essen wichtig. Und ich wusste, dass in den Landidyll Häusern die Küchen darauf eingehen können. Das hat mir ein sicheres Gefühl gegeben.

Pünderich ist ein kleine Gemeinde direkt an der Mosel mit ca. 900 Einwohnern und sehr viel wunderschöner Fachwerkarchitektur. Und vor allem gibt es hier sehr viel Wein. Man schaut von den Zimmern zur Marienburg auf die Hänge der Mosel mit ihren Weinreben und die echte Marienburg – einen ehemaligen Kloster auf der gegenüberliegenden Uferseite. Familie Burch steckt viel Liebe in das Hotel und hat tolle neue Zimmer und einen richtigen Wohlfühlort geschaffen. Wir fühlten uns direkt herzlich aufgenommen und nutzten den Abend noch für einen kleinen Spaziergang durch den Ort.

Was macht man an der Mosel? Also außer Wein trinken? Eine Schifffahrt auf der Mosel. Und die kann man sogar in Pünderich starten. So machten wir am nächsten Tag einen kleinen Spaziergang bis zum Anleger und stiegen zu. Da das Wetter erst etwas kühl war, waren wir allein auf dem Vorderdeck. Das kann uns Norddeutsche ja nicht erschrecken. Und so ließen wir uns zwischen den Weinbergen entlang die Mosel schippern, bis nach Traben-Trarbach. Es war herrlich, super entschleunigend und entspannend. Die Kinder guckten, spielten und waren fasziniert vom Schleusenvorgang und ich genoss die Zeit mit meiner kleinen Crew. Mir ist es total wichtig den Kindern zu zeigen, wie vielfältig Deutschland ist und wie unterschiedlich die Menschen auch in den verschiedenen Regionen leben. Und das finden sie auch immer wieder spannend.
Traben-Trabach ist ein kleiner, etwas touristischer Ort. Wir schlenderten vor allem an der Mosel entlang, fanden noch einen Spielplatz. Nach ein paar Stunden ging es für uns wieder zurück nach Pünderich. Dort gab es noch leckeren Kuchen im Café vom Landidyll Hotel zur Marienburg und dann einen kleinen Ausflug hoch zur Marienburg für den Sonnenuntergang. Herrlich!
Und dann ging es noch zum leckeren Abendessen zurück ins Hotel, denn am nächsten Tag ging es bereits weiter.
Vom zweiten Teil der Reise erzähle ich ich Euch bald…. Und ich dann gibt es auch noch einen weiteren Artikel meine Tipps und Kniffe für diese Art von Reisen. Denn da hab ich auch noch so einiges auf Lager!
Aber vielleicht schonmal soviel: Genau diese Reise könnte ich jeder Zeit wieder machen! Es war so herrlich und hat uns alles gut getan und gefallen. Ich überlege die ganze Zeit schon unsere Reiseroute für diesen Herbst! Mal sehen wo es uns lang führt.
Habt ihr schon Erfahrungen mit Roadtrips?!
Alles Liebe
Clara
























Denise sagt
Unser Kind ist auch ein super Reise-Kind. 2021 (da war er 4) haben wir innerhalb weniger Wochen richtig viele Kilometer abgerissen. Wir wohnen am Niederrhein, kurz vor Holland.
Sommer: Tirol-Urlaub, 2 Wochen später: ein Wochenende in Ulm bei der Familie, 2 Wochen später: ein Wochenende in Dresden, 2 Wochen später: ein paar Tage Sylt mit meinen Eltern, also innerhalb weniger Wochen einmal im Norden, Osten, Süden gewesen und dabei über 4000km im Auto abgesessen.
So richtige Roadtrips haben wir tatsächlich noch nicht gemacht, dafür wohnen auch nicht so viele Freunde über Deutschland verteilt, dass sich überall Stopps anbieten würden. Aber letzten Sommer waren wir zu zweit (also das Kind und ich) bei einer Freundin in Hamburg, sind mit dem Zug hingefahren (was für uns Landeier schon ein bisschen Highlight ist – schlechte Anbindung lässt grüßen, deswegen nehmen wir sonst immer das Auto), haben einen Tag Sightseeing gemacht und ansonsten 1,5 gemütliche Tage mit unseren Freunden verbracht. Daran denke ich sehr gerne zurück und ärger mich, dass ich das nicht viel öfter gemacht habe. Jetzt, mit Schulkind, ist man da ja nicht mehr ganz so flexibel.
Ich bin gespannt auf deine weiteren Berichte.
Liebe Grüße, Denise
tastesheriff Clara sagt
oh ja – ich finde Reisen mit Kindern inzwischen so wunderbar. Ich plane jetzt schon wieder an den Herbstferien! Und werd in den Sommerferien auch mit einem Kind nochmal nach Berlin fahren ! Das wird super!! Liebste Grüße an Dich