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Allgemein, Persönliches · 29.05.20

Familientagebuch Woche 11 – zurück zur Normalität ist kein einfacher Weg

Familientagebuch in Coronazeiten - Woche 11- tastesheriff.comIhr Lieben,

Woche 11  – Wow! Und ich vermute dies wird mein letztes Familientagebuch zu Coronazeit sein. Einfach weil sich für uns wieder so viel geändert hat. Zurück zur Normalität! Aber natürlich noch nicht ganz. Ich merke dass ich vorsichtiger geworden bin. Und auch viele Dinge die wir jetzt wieder dürften, noch nicht zurück auf dem Radar oder bei den Bedürfnissen gelandet sind:

Spielplatz – waren wir bisher noch nicht…

Einkaufen mit Kindern – bisher haben die auch noch keinen Supermarkt von innen gesehen, waren aber einmal mit beim Pflanzenhändler.

Die Freibäder öffnen wieder – aber ohne uns.

Essengehen – ich mag noch nicht wieder  – statt dessen wird es wohl die Woche mal wieder was to go werden.

Stationäres Shopping … ich habs versucht. Geht bei mir noch nicht wieder.

Mit einer Freundin treffen – nächste Woche Donnerstag starte ich ganz vorsichtig damit.
Familientagebuch in Coronazeiten - Woche 11- tastesheriff.com
Familientagebuch in Coronazeiten - Woche 11- tastesheriff.com

Wie viele Tage sind wir schon zuhause?

Seit dem 13.3…. seit 1,5 Wochen gehen die Kinder nun vorsichtig für 3 Tage die Woche in die Kita. Aber mit diesem Wochenende auf dem Land, endet für uns auch die  Sondersituation. Die Mädchen gehen ab Dienstag wieder regelmässiger in die Kita, wir werden nicht mehr auf dem Land sein (weil unserer Wohnung auch vermietet ist) und wir versuchen einen neuen Alltag zu finden.

Familientagebuch in Coronazeiten - Woche 11- tastesheriff.com
Familientagebuch in Coronazeiten - Woche 11- tastesheriff.com

Wie ist die aktuelle Stimmung?

Geht so… Die Kinder spüren die Veränderung und hängen sehr an uns. Sie haben es genossen in den letzten Wochen und finden es auch wieder schön mit ihren Freunden zusammen zu sein.. aber irgendwas ist anders.

Und ich bin müde..  Ich hab immer noch nicht zu meinem alten Ich zurückgefunden! Bin aber auf dem besten Weg.

Familientagebuch in Coronazeiten - Woche 11- tastesheriff.com

 

Der schönste Moment diese Woche?

Unser Bürofrühstück (also nicht das einsame Frühstück auf dem Bild). Wir haben ja zwei neue Bürokolleginnen bei uns im Büro und auch Svenja war die letzten Monate wenig da! Also haben wir am Mittwoch alle zusammen gefrühstückt. Das war wirklich schön!

Mit der Familie hatte ich aber natürlich auch viele schöne Momente..  – aber davon hatte ich in letzter Zeit ja reichlich! hah! Nein – ich hab es genossen mit anzusehen was für ein gutes Team die beiden sind.

Familientagebuch in Coronazeiten - Woche 11- tastesheriff.com
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Der schlimmste Moment diese Woche?

Die Kleine kann sich morgens in der Kita nicht mehr von uns trennen. Es ist wie in schlimmsten Krippen Zeiten. Mit dicken Tränen, festklammern und schreien. Wenn ich nicht wüsste, dass dieser Trennungsschmerz in 3 Minuten vergessen wäre, würde ich sie vermutlich nicht mehr in die Kita geben.  So versuchen wir alles, um es ihr leichter zu machen. Sogar mit Mama-Exklusivzeit und Ausflug vor der Kita. Aber auch das hat nicht geholfen. Die Tränen kullerten  – und das am Ende nicht nur bei ihr, sondern auch bei mir. Das ist so schwer. Mich hat die Erzieherin aber 5 Minuten später angerufen, um mir zu sagen, dass alles gut sein… Danke!

Familientagebuch in Coronazeiten - Woche 11- tastesheriff.com
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Was stresst dich gerade?

Die Kinder auf zu fangen. Sie haben gerade sehr viel Liebe in sich. Aber die engt mich unglaublich ein. In Moment in dem ich kurz versuche etwas zu machen, sitzen sie quasi beide auf mir. Sobald ich in unserer kleinen Küche auf dem Land anfange etwas zu zu bereiten, stehen da schon zwei kleine Höckerchen und die Mädchen sitzen auf der Arbeitsplatte und wollen das mit machen. Wie beim Hase und dem Igel: „Ich bin schon da“… Kann man mal machen, aber bei mir ist das ja auch häufig mit Kundenjobs verbinden, bei denen ich mich konzentrieren muss. Das ist schwer möglich. Abends halten sie sich so lange wach, bis wir auch ins Bett kommen, um dann gemeinsam mit uns einzuschlafen. Natürlich mit total Körperkontakt mit mir. Und selbst wenn wir sie dann in ihre Betten tragen, bleiben sie dort nicht sehr lange. Wenn ich ins Bett der Kleinen fliehe ist sie spätestens eine Stunde später auch da. Und so blieben uns 90 cm, während der Mann und die Grosse es sich auf 160 cm bequem machen. Uns so läuft fast jede Nacht.

Das ist ja alles eigentlich total schön und ich weiss – es liegt an den Veränderungen und die Kinder brauchen mich. Aber holy – es rädert mich. Und ja – manchmal nervt es mich auch. Natürlich auch weil der Focus da total auf mir liegt und nicht auf meinem Mann.

Familientagebuch in Coronazeiten - Woche 11- tastesheriff.com

Was hat besonders Spaß gemacht?

Die Mischung zwischen Stadt und Land. Daran könnte ich mich quasi gewöhnen. 3 Tage Stadt – 4 Tage Land. Das hat meine Mutter auch viele Jahre so gemacht, als sie noch ihr Geschäft in Hamburg hatte. Und das ist eine wirklich erholsame Kombination. Ende Juni haben wir nochmal so eine Woche..

Familientagebuch in Coronazeiten - Woche 11- tastesheriff.com

Was haben wir diese Woche selber gemacht?

Im Gemüsebeet hab ich eine Gartenwerkzeugsaufbewahrung aus einer alten Palette gebaut. In Zusammenarbeit mit Wolf Garten (Werbung/ das ist jetzt vermutlichWerbung, weil ich es hier erwähne) sind hier ganz viele Gartenwerkzeuge eingezogen, was wirklich super ist. Denn so habe ich alles zusammen und kann dort richtig gut werkeln. Es ist echt schöne geworden und ich freue mich schon alles auszuprobieren. Unter anderem hab ich eine Särolle und kann damit endlich mal in vernünftigen Abständen ausäen. Das bekomm ich nämlich per Hand nur semi gut hin. Das werde ich dies Wochenende mal machen – mit Möhren und Radieschen, damit wir auch den Rest des Jahres etwas ernten können.

Familientagebuch in Coronazeiten - Woche 11- tastesheriff.com

Und in Hamburg hab ich weiter im Büro gewerkelt. Seit Monaten drücke ich mich davor einen Tisch aus der letzten Ecke unseres Kellers zu holen. Das hab ich nun endlich gemacht und langsam nimmt alles Formen an! Juchhuu! Auch bekomm ich nun nach und nach ein Gefühl, was noch an Möbeln fehlt und gehe an die Umsetzung.

Familientagebuch in Coronazeiten - Woche 11- tastesheriff.com
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Was haben wir diese Woche gekocht?

Ich weiss es nicht mehr! hah! Also nicht mehr genau. Am Letzten Wochenende wurde viel gegrillt. Aber dann drinnen gegessen. Und es gab am langen Wochenende täglich einen Kuchen. In Hamburg gab es mehrfach Abendbrot mit Salat und Grießbrei oder Milchreis für die Kinder. Am Mittwoch haben wir ein Autopicknick gemacht. Mit Stullen und frischem Gemüse. Und gestern gab es auf Wunsch der Kinder „Sändwitsch“…

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Ja – das war sie – die Woche.

Wir geniessen jetzt mal das Wochenende. Ich muss noch ein paar Kunden-Jobs fertig machen und der Mann eine Studie schreiben und dann heisst es für uns aber auch hoffentlich mal wenig tun. Mal schauen, ob das klappt. Wenn ich so seh, was hier noch erledigt werden muss, sehe ich die Entspannung in weite Ferne rücken…

Alles Liebe

Clara

 

 

Die Idee zum Familientagebuch stammt übrigens von Kerstin von Sanvie. Sie veröffentlicht das jeden Freitag und ich nun auch schon seit Woche EINS!

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Posted By: tastesheriff Clara · In: Allgemein, Persönliches

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Kommentare

  1. Christina sagt

    29.05.20 zu 08:55

    Hallo Clara, vielen Dank für deinen tollen Einblick in Euer Familienleben der letzten Wochen, zu sehen wie es bei anderen läuft, und zu merken, dass man nicht die einzige müde und erledigte Mama ist tut ja immer gut. Euch ein wunderschönes WE!
    Christina

    Antworten
    • tastesheriff Clara sagt

      3.06.20 zu 09:36

      Liebe Christina,

      Vielen Lieben Dank! es freut mich sehr das zu hören :-)

      Liebste Grüße Clara

      Antworten
  2. Berenice sagt

    29.05.20 zu 10:20

    Danke! Ich lese schon länger mit und mich baut es immer wieder auf, dass andere Mamas ähnlich kämpfen. Mit sich, mit der C-Zeit und ihren Ansprüchen.
    Das Thema „extrem an Mama hängen“ haben wir hier auch. Und ich kann die Zerissenheit zwischen genießen und genervt sein nur zu gut verstehen.
    Danke für deine Einblicke.

    Antworten
    • tastesheriff Clara sagt

      3.06.20 zu 09:52

      Liebe Berenice,

      Vielen Lieben Dank für deinen Kommentar! Mir hilft es sehr von euch Rückmeldung zu kriegen….ich denke wir stärken uns da alle gegenseitig ganz gut :-)

      Alles Liebe
      Clara

      Antworten
  3. Heike sagt

    29.05.20 zu 12:31

    Liebe Clara, vielen Dank fürs mitnehmen durch eure Wochen! Ich glaube, ich werde dein Tagebuch vermissen! Geniesst Pfingsten! LG Heike

    Antworten
    • tastesheriff Clara sagt

      3.06.20 zu 09:53

      Liebe Heike,

      Vielen Lieben Dank an dich :-)
      ich hoffe ihr hattet ein schönes Wochenende und sende euch ganz Liebe Grüße

      Antworten
  4. Kathi sagt

    29.05.20 zu 15:52

    Hallo Clara,
    Ich hab mich jede Woche auf das Familientagebuch gefreut – manchmal hab ich mich wiedererkannt ?
    Als unsere Tochter kleiner war – und auch jetzt wenn sie mit ihren 13 Jahren so „Mama ich hab dich lieb“ Anwandlungen hat – und ich gerne mehr freie Momente für mich gehabt hätte, hat mein Mann mich immer geerdet und gemeint ich soll es einfach als Riesenkompliment sehen.
    Und dann ist es einfach schön und ich hab angefangen mich an diesen Momentan zu freuen egal was sonst zu tun war?
    In diesem Sinn, schönes Wochenende!
    Kathi

    Antworten
    • tastesheriff Clara sagt

      3.06.20 zu 10:15

      Liebe Kathi,

      Danke für deinen tollen Kommentar.
      Es tut gut von euch Rückmeldung zu bekommen und ich denke…. ich sollte lernen es öfter so zu sehen.

      Alles Liebe an euch
      Clara

      Antworten
  5. Michaela Schoch sagt

    29.05.20 zu 17:27

    Liebe Clara, ich ziehe vor Dir und allen Mamas mit kleinen Kindern meinen Hut. Wir Eltern mit größeren Kindern haben es deutlich einfacher da die Kinder sehr selbstständig ihre Aufgaben erledigen und wir unseren Job leichter schaffen. Wie genießen diese gemeinsame Zeit sehr und hoffen das wir davon etwas in die neue Zeit mitnehmen können. Im Moment vermissen wir nichts. Wir können es auch entspannt nehmen da wir nicht um unsere Existenz kämpfen müssen. Ich danke Dir das Du uns trotz Deiner Situation mit in Euren Corona Alltag genommen hast. Ein schönes Pfingstwochenende. Michaela

    Antworten
  6. Ute sagt

    29.05.20 zu 22:27

    Danke❤ du sprichst mir sehr aus der Seele. Vorsicht und noch nicht wieder bei mir angekommen. Ganz liebe Grüße Ute

    Antworten

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