
Ihr Lieben,
es gibt Kuchen, die sind laut. Mit Streuseln, mit Frosting, mit Deko. Und dann gibt es diese stillen Klassiker, die einfach durch Geschmack überzeugen. Dieser Rahmkuchen gehört definitiv in die zweite Kategorie. Und trotzdem hat er ein kleines Extra: eine feine Zimt-Zucker-Kruste, die beim Anschneiden ganz leicht knackt.
Für mich ist Zimt auf Kuchen ja sowieso ein kleiner Gamechanger. Deswegen liebe ich auch meinen saftigen Apfelrührkuchen mit Zimtkruste so sehr – aber heute bekommt der Rahmkuchen seine Bühne.
Und was soll ich sagen: Er hat sie verdient.
Warum ich Rahmkuchen so liebe
Rahmkuchen oder Käsekuchen hat etwas wunderbar Nostalgisches. Er erinnert an Nachmittage bei Oma, an Kaffeetafeln mit klassichem Porzellan und an dieses erste Stück, das man sich heimlich noch warm abschneidet.
Die Kombination aus:
mürbem, leicht schokoladigem Boden
cremiger Rahmfüllung
zartem Marmoreffekt
und aromatischer Zimt-Kakao-Kruste
macht ihn zu einem echten Lieblingskuchen.
Und ja – er sieht komplizierter aus, als er ist.
Zutaten:
Für den Mürbeteig:
80 g Zucker
80 g Butter
200 g Mehl (Ich hab glutenfreies Mehl genutzt – in dem Fall die helle Mehlmischung von Rewe)
1 Ei
1 TL Backpulver
1 Pck. Vanillinzucker
1 TL Zimt
50 g Zartbitterschokolade, geschmolzen
Für den Belag:
2 Becher Crème fraîche
2 Becher Schmand oder saure Sahne
2 Becher Schlagsahne
4 Eier
125 g Zucker
1 Pck. Vanillepuddingpulver
etwas Vanille (z. B. gemahlen oder Extrakt)
3 TL Backkakao
1 Prise Salz
Für die Zimt-Zucker-Kruste:
2 TL Zimt
2 EL Zucker
Außerdem:
Fett für die Form

Zubereitung:
- Gebt zunächst alle Zutaten für den Mürbeteig in eine Schüssel und verknetet Butter, Zucker, Ei, Mehl, Backpulver, Vanillinzucker und Zimt zu einem glatten Teig. Arbeitet zum Schluss die geschmolzene Zartbitterschokolade gleichmäßig unter. Bespannt den Boden einer Springform (ca. 26 cm Durchmesser) mit Backpapier, fettet den Rand leicht ein und drückt den Teig gleichmäßig auf dem Boden fest.
- Für den Belag schlagt Ihr die Eier in einer großen Schüssel schaumig auf und lasst den Zucker langsam einrieseln, bis eine helle, cremige Masse entsteht. Rührt anschließend nach und nach Crème fraîche, Schmand und Schlagsahne vollständig unter. Gebt danach Puddingpulver, etwas Vanille und eine Prise Salz dazu und rührt alles glatt.
- Teilt nun die Creme gleichmäßig auf zwei Schüsseln auf. Rührt in eine Hälfte zusätzlich 3 TL Backkakao, bis eine gleichmäßig dunkle Creme entsteht.
- Gebt anschließend abwechselnd die helle und der dunkle Creme mittig auf den Teig. Die Masse läuft dabei von selbst nach außen und bildet ein schönes Ringmuster. Je nachdem, wie viel Ihr abwechselnd von der Masse verwendet, entstehen mehr oder weniger Ringe. Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr das Muster zusätzlich vorsichtig mit einer Gabel von innen nach außen oder spiralförmig durchziehen, um einen Marmoreffekt zu erzeugen.
- Die hälfte der Zimt und Zuckermischung drauf geben!
- Backt den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 160 °C Umluft etwa 45 Minuten, bis der Belag gestockt ist und nur noch leicht wackelt.
- Nehmt den Rahmkuchen aus dem Ofen und lasst ihn vollständig auskühlen, damit sich das Muster setzt und der Kuchen gut schneidbar wird. Mir dem Rest der Zimt-und Zuckermischung bestreuen.
Bei Instagram findet Ihr auch das Video zum Rezept!
Wann passt dieser Rahmkuchen?
Zum Sonntagskaffee
Als Geburtstagskuchen
Für Gäste
Oder einfach für Euch selbst
Er ist nicht zu süß, wunderbar cremig und schmeckt am nächsten Tag fast noch besser.
Und falls Ihr Zimt genauso liebt wie ich: Probiert unbedingt auch meinen Apfelrührkuchen mit Zimtkruste. Der ist schnell gemacht – aber mit maximaler Wirkung.
Mein Tipp
Rahmkuchen mag es entspannt. Er braucht Zeit zum Abkühlen. Schneidet ihn also nicht zu früh an – auch wenn es schwerfällt.
Mit einer guten Tasse Kaffee, einem Moment Ruhe und einem Stück von diesem Kuchen fühlt sich der Tag direkt ein kleines bisschen gemütlicher an.
Das Video zum Rezept findet Ihr wie immer bei Instagram.
Alles Liebe
Clara







Jule sagt
Liebe Clara, erst einmal, Dein Jahresrückblick hat mich, wie viele andere Deiner Leser*innen unglaublich berührt. Deinen Blog verfolge ich schon so lange und habe teilnehmen dürfen an vielen Ereignissen in Deinem/Eurem Leben. Du bist eine tolle Frau und ich kann Dich wieder einmal nur für Deine Offenheit bewundern. Du und Dein wundervoller Blog haben mich überlegen lassen, ob ich vielleicht so etwas auch kann. Aber dann kam der Krebs und alles veränderte sich.
Ich wollte Dir einfach nur sagen, es gibt so viele Menschen die Dich lieben und schätzen.
Und dann habe ich noch eine Frage zu dem Rezept vom Rahmkuchen. Kommt die Zucker-Zimt-Mischung vor dem backen auf den Kuchen oder erst kurz vor Ende der Backzeit und wieviel Zucker benötige ich. Danke für das tolle Rezept.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und wunderbare Menschen an Deiner Seite.
Elizabeth Olsen sagt
Könnte dieses Rezept mit Mascarpone anstelle von Crème fraîche zubereitet werden, und würde sich dadurch der Preis erheblich ändern?