Ihr Lieben!
Urlaub in Nordfriesland – Meine liebsten Tipps rund um Hof Hilligenbohl
Ich bekomme immer wieder von Euch die Nachfrage, was man in Nordfriesland so unternehmen kann. Eine echt komplexe Frage, die mir meist bei Instagram gestellt wird. Aber ich will schon seit ewigen Zeiten einen Artikel dazu schreiben. Denn vielleicht geht Euch das Herz genauso auf, wenn Ihr zu uns in den Norden kommt. Für uns geht es Anfang nächster Woche auch für ein paar Wochen in meine alte Heimat!
Wenn wir aus Hamburg Richtung Norden fahren, merke ich irgendwann: Ich atme tiefer. Die Schultern sinken ein Stück. Und sobald wir das Reetdach vom Hof Hilligenbohl sehen, sind wir angekommen. Mein früheres Zuhause und inzwischen unser Familienzuhause auf Zeit, mitten in der Weite Nordfrieslands, zwischen Niebüll und Dagebüll. Und weil wir natürlich auch immer wieder schöne Sachen unternehmen, kommt hier ein ganzer Strauß voller Tipps für Euren Urlaub bei uns im hohen Norden.
Ankommen & Abschalten
Hof Hilligenbohl ist kein Ort für Termine und To-do-Listen. Hier ist Platz für barfuß im Gras, für lange Frühstücke im Garten und für Pläne, die man auch mal verwerfen darf. Ein echtes Nordfriesland Gefühl. Und wenn es euch dann doch hinauszieht – und das wird es – habe ich euch hier meine liebsten Ausflugsziele zusammengestellt.
Baden, Strand & Meer – unsere Wasserlieblinge
Nordfriesland liegt an der Nordsee – logisch. Und auch wenn die Gezeiten hier den Rhythmus bestimmen, gibt es herrliche Badestellen:
Dagebüll: Perfekt für die schnelle Erfrischung mit Wattenmeerblick – aber mit Deichstrand und keinem Sandstrand. Das überrascht die ein oder andere. Wir haben hier unsere private Badebude. Man kann hier über die Touristeninfo in Dagebüll aber auch eine Badebude mieten.
Südwesthörn: eine kleine Badestelle etwas nördlich von Dagebüll. Aber auch hier gilt: In den Gezeitenkalender schauen. Denn manchmal ist einfach kein Meer da.
Die Wehle in Niebüll: Unser lokaler Badesee – entstanden bei einer Sturmflut 1598 mit Steg, Umkleiden und Sonnenplätzen.
Naturbad Hülltoft Tief in Neukirchen: Ein Geheimtipp für alle, die’s ruhig mögen.
Römø (DK): Mit dem Auto auf den Strand fahren – allein das ist schon ein Erlebnis. Wir machen das eigentlich jeden Sommer.
Föhr, Amrum & Sylt: Alle drei Inseln sind bequem als Tagesausflug erreichbar – und haben Sandstrand.
St. Peter-Ording: Pfahlbauten, endloser Sand und dieser ganz besondere Küstenzauber. Immer wieder schön – aber auch ein ganz schönes Stück vom nördlichen Nordfriesland entfernt!
Wir fahren bei nicht so warmen Wetter aber auch immer super gerne ins Freibad. Das klingt komisch, aber durch die vielen Biogasanlagen sind diese immer schön beheizt und manchmal wärmer als die Luft! Ich empfehle hier das Freibad in Klixbüll oder das Freibad in Risum. Mit soliden Preisen und Rettungsschwimmern. Hallenbäder gibt es in Niebüll und Leck – hier haben meine Töchter ihre Schwimmabzeichen gemacht!
Watt, Halligen & Weite
Wattwandern, dem Wasser beim Kommen und Gehen zuschauen, Halligluft schnuppern – das gehört hier einfach dazu. Zum Wattwandern gibt es viele unterschiedliche Angebote! Bitte nutzt diese und geht nicht eigenständig ins Watt. Dort besteht Lebensgefahr, denn durch Priele und plöttlich auftauchendes Wasser kann man dort leicht in Not geraten! Wir gehen immer nur ein bisschen am Küstenstreifen entlang oder nutzen die Wattführer. (Übrigens – für mich immer Barfuss – die Füsse kann man sich an Land eigentlich immer sauber machen – Gummistiefel bringen da keinen Spaß)
Aber zu den Halligen muss man nicht laufen. Es gibt auch Halligfahrten, bei denen man manchmal auch nen Robbe entdecken kann. Die Abfahrten nach Hooge, Langeneß oder Gröde starten meist in Schlüttsiel. Mein Tipp: Früh fahren und den Sonnenuntergang noch in Schlüttsiel genießen – am besten im Siel59, einem meiner Lieblingsorte.
Aktuelle Gezeiten solltet ihr immer nachschauen. Das findet man online immer ganz gut.

Tagesausflüge in die Nachbarschaft
Dänemark ist gleich nebenan – wortwörtlich. Und ein Ausflug über die Grenze lohnt sich immer:
Für uns geht es mehrfach im Jahr nach Tønder: zum Bummeln, um die dänische Lebensart spüren und natürlich ein Hod-Dog essen. Ich hab dazu natürlich auch einen Blogartikel geschrieben. Und es geht natürlich auch häufig in den dänischen Supermarkt. Denn ihr kennt ja meine Vorliebe für Mitbringsel (auch für mich selbst)
Wenn man schon in Tondern ist, lohnt sich acuh der Ausflug ins pittoreske Møgeltønder (deutsch: Mögeltondern), ein kleines dänisches Dorf unweit der deutsch-dänischen Grenze. Die Schlosstrasse ist als eine der schönsten Strassen Dänemarks bekannt und auch ein Blick in die Kirche und ein Besuch des Schloss Schackenborg lohnt sich sehr! Alternativ kann man sich auch herrlich einfach durch den Schlossgarten treiben lassen.
Ribe ist die die älteste Stadt Dänemarks – mit Wikingerfreilichtmuseum & Fachwerkzauber. Zudem gibt es dort auch den größten Spielplatz Dänemarks. Der ist wirklich beeindruckend. Vor einigen Jahren hab ich einen Blogartikel zu Ribe geschrieben. Meistens verbinden wir die Fahrt nach Ribe mit einem Ausflug nach Rømø.
Den die Insel Rømø ist definitiv einen Besuch wert. Hier kann man mit dem Auto auf den riesiger Strand fahren. Meistens machen wir hier ein Picknick im Sonnenuntergang und gehen an heißen Tagen auch nochmal kurz ins Meer! Herrlich! Drachensteigen, Muscheln sammeln – auch das Heidegebiet lädt zu einem schönen Spaziergang ein.
Für viele steht auch ein Besuch im Legoland in Billund an. Ich war da seit Jahren nicht mehr, aber meine Kinder haben es ganz oben auf der Liste: Perfekt für einen langen Familienerlebnistag.
Und natürlich auch auf der deutschen Seite ganz herrliche Ausflüge machen.
Sylt: Per Zug über den Hindenburgdamm .. darüber könnte man einen eigenen Artikel schreiben. Ein kleiner Ausflug lohnt sich immer. Einmal rüber und entweder durch die kleinen Orten wie Keitum und Kampen treiben lassen, mit dem Bus die Insel erkunden oder mit einem Leihrad über die Insel fahren. Es lohnt sich sehr.
Wir machen aber auch super gerne einen Tagesflug nach Föhr: In Dagebüll auf die Fähre steigen und dann mit dem Rad über die Insel, Eis in Wyk, ein Stück Kuchen in Nieblum und Kunst im Museum Kunst der Westküste. Ein perfekter Inseltag.
Ich gebe zu – Amrum hat mich schon lange nicht mehr gesehen! Als Kind war ich öfter hier! Aber meistens verlassen wir die Fähre schon auf Föhr. Vielleicht ja dieses Jahr – Kniepsand und Friesenhäuser – immer wieder so schön!
Die Hamburger Hallig ist einen Besuch wert! Und das ist ein ganz schöner Ausflug! Man fährt mit dem Auto durch den Sönke Nissen Koog – ein Koog der einen durch die besondere Architektur überrascht, Die ursprünglich 28 Höfe im Koog haben anders als im restlichen Nordfriesland weiße Außenwände sowie grüne Dächer. 2005 wurden 24 Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Weiter geht es zum Deichübergang zur Hamburger Hallig. Dort kann man das Auto abstellen und am Amsinck-Haus sich für wenige Euros ein Fahrrad mieten und die 4 Kilometer bis zur Hallig auf dem Weg durch die Wiesen radeln. Oder man zahlt eine kleine Gebühr und fährt mit dem Auto rüber. Das ist zwar recht abentheuerlich durch viele kreuzende Schafe und Fahrräder, bringt aber nicht so viel Spaß wie die Fahrradtour. Auf der Hallig findet man dann den Hallig Krog in dem man wunderbar ein Stück Kuchen oder anderes Essen kann. Natürlich gibt es hierzu auch einen Blogartikel. Aber Achtung – achtet auf den Wind, solltet ihr Euch für die Fahrradvariante entscheiden!
Nordfriesland ist nicht nur die Heimat von Theodor Storm und den Friesen. Auch Emil Nolde hat hier seine Wurzeln und seine Heimat! Das Noldemuseum mit seinem angrenzenden wunderschönen Garten und seiner guten Gastronomie lädt zu einem Tagesbesuch ein. Auch ich komme hier immer wieder gerne hin. Der Besuch lohnt sich.
Und natürlich auch das Multimar Wattforum in Tönning. Da will ich schon ewig mit den Kindern hin! Es ist zwar etwas weiter entfernt – aber gerade mit Kindern lohnt sich der Ausflug sehr! Hier erfährt man alles übers Wattenmeer. Und der Spielplatz soll auch ganz besonders gut sein.
Städte mit Charme
Manchmal darf’s auch ein bisschen Stadtluft sein. In nur wenigen Autominuten ist man in unterschieldichen hübschen Städtchen und Orten:
Zum Beispiel in Husum– die gar nicht mal so graue Stadt am Meer. Ob am Schloss, Theodor-Storm, Schiffahrtsmuseum – oder einfach nur Bummeln, Fischbrötchen essen und ein Stück Kuchen im Künstlerkaffee. Meinen Artikel dazu findet ihr hier. Die beschauliche Kreisstadt lohnt sich für einen hübschen und inspirierenden Tagesausflug.
Und natürlich einmal drüber an die Ostküste. Ab nach Flensburg: Ein Spaziergang an der Förde und Schiffe gucken, ein Besuch der Phänomenta, durch die Altstadtgassen treiben lassen und viel Hygge. Meine Flensburg-Lieblinge findet ihr natürlich auch hier in einem anderen Blogartikel. Schaut mal hier vorbei.
Essen gehen & gut genießen
Wenn ich ehrlich bin, gehen wir nicht so wahnsinnig viel in Nordfriesland Essen. Für uns gehört das Ausprobieren von neuen Rezepten und der große Familientisch auf Hof Hilligenbohl im Focus. Aber natürlich hab ich auch Restaurant Tipps für Euch. Denn nicht immer hat man Lust zu kochen. Und so gibt es auch viele kulinarische Glücksorte:
In Dagebüll ist Louisas Heimatküchen wirklich ein ganb besonders leckerer Ort.Etwas schicken und gehobener mit super Zutaten aus der Region spannend kombiniert. Wenn es etwas einfacher sein soll, kann ich Euch Lauris Küstendiner ans Herz legen, wenn ihr Lust auf Burger und Diner Essen habt. Oder auch ein Abendessen in Peter’s Pub. Fischbrötchen hole ich immer bei Fisch MaxX oder bei Höhrmann’s Strandimbiss. Beide sehr lecker!
Drum herum:
Es gibt das Siel59 in Schlüttsiel- super lecker und mein Tipp für den Sonnenuntergang.
Mitten in Bordelum liegt das Norditeran in Bordelum: kreativ & regional – ein kulinarisches Highlight in der Region
Hallig Krog: auf der Hamburger Hallig – allein der Weg dorthin ist ein Erlebnis
In Niebüll gibt es im etwas plüschigen Wattwurm super leckere gefüllte Baguettes – Croques, die ich dort schon seit meiner Jugend liebe! Oder leckeres Frühstück, georgische Spezialitäten und leckerer Kuchen im Lolas oder ein guter Kaffee im Pack & Schnack.

Und sonst so?
Für Regentage: Das kleine plüschige Kino in Niebüll oder das Naturkundemuseum sind beide einen Besuch wert. Im Museum gibt es auch immer wieder Termine zum Bernsteinschleifen. Oder auch das moderne Kunstmuseum Richard- Heizmann Museum in Niebüll ist einen Besuch wert.
Man kann ganz hervorragend Beeren pflücken gehen in Leck auf Hof Schmörholm. Das machen wir eigentlich auch jeden Sommer.
Und ein Besuch bei Stauden Hansen für tolle Pflanzen lohnt sich immer.
Ach und es lohnt sich sehr einen Spaziergang durch die Süderlügumer Binnendünen einzuplanen! Ein super schöner Platz!

Nordfriesland ist ein kleines Abenteuer. Und gleichzeitig ein Ort zum Ankommen, Durchschnaufen, Genießen. Ob du allein reist, mit Kindern, mit Hund oder mit Buch – hier findest du deinen Platz. Und wenn du morgens mit Blick über die Felder aufwachst und nur Möwen und Wind hörst, weißt du: Du bist genau richtig.
Wenn du noch mehr Tipps brauchst oder Ergänzungen hast – immer gerne her mit deinen Fragen!
Für uns geht es Dienstag los! Wir freuen uns schon auf unseren Sommer in Nordfriesland
Alls Liebe
Clara
P.S. als Unterkunft kann ich Euch natürlich nur Hof Hilligenbohl ans Herz legen! Und wenn es eine kurze Hotel Übernachtung sein soll das Hotel Landhafen in Niebüll.










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