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Allgemein, Köstlich · 29.10.25

Glutenfreien Sauerteig ansetzen – Schritt für Schritt zum eigenen Starter

Mein Weg zum perfekten glutenfreien Sauerteig: Alle Learnings, Tipps und das Ergebnis, das mich jetzt sehr glücklich macht. Ideal für alle Brotliebhaber:innen!

Ihr Lieben,
ich habe die Sommerferien in diesem Jahr mal ganz anders genutzt – nicht für große Projekte oder Urlaubsvorbereitung, sondern für ein kleines Experiment in meiner Küche: glutenfreien Sauerteig selbst ansetzen. Denn ich wollte unbedingt selbst richtig tolles glutenfreies Sauerteigbrot backen. Und ich kann Euch sagen- die Mühe lohnt sich!
Ich hatte mich schon länger eingelesen, viel ausprobiert und schließlich eine kleine Probeserie gestartet – mit vier verschiedenen Mehlsorten.

Und was soll ich sagen? Es war richtig spannend zu sehen, wie unterschiedlich sich die Ansätze entwickelt haben!
Mein Fazit: Reismehl dauerte ewig und roch leider nicht besonders angenehm. Buchweizenmehl war noch träger – der Ansatz kam nur sehr langsam in Gang. Das Brotmehl von der Hamfelder Mühle landete bei mir auf Platz zwei – stabil und gut im Geruch. Also natürlich rocht es auch säuerlich, aber zumindest roch es nicht nach Kuhstall. Und ganz überraschend auf Platz eins: das glutenfreie Brotmehl von Schär!
Eigentlich bin ich kein großer Fan dieses Mehls durch die Inhaltstoffe, aber für den Start eines Sauerteigs hat es sich wirklich als perfekte Grundlage erwiesen.

Wichtig ist vor allem eines: sauberes Arbeiten. Wenn man sich einmal die Mühe macht, ist es gar kein Problem – und das Ergebnis lohnt sich!

Ihr findet hier das Rezept und die Anleitung! Ich möchte gerne ab Montag (3.11.) mit Euch gemeinsam einen neuen Sauerteig ansetzen. Das würde ich bei Instagram in der Story begleiten! Also – wenn ihr Lust habt, machen wir das ab Montag zusammen.

Mein Weg zum perfekten glutenfreien Sauerteig: Alle Learnings, Tipps und das Ergebnis, das mich jetzt sehr glücklich macht. Ideal für alle Brotliebhaber:innen!

Was ist eigentlich Sauerteig?

Sauerteig ist ein natürliches Triebmittel, das nur aus Mehl und Wasser besteht. Wenn man beides über mehrere Tage stehen lässt, beginnen darin natürliche Milchsäurebakterien, Hefen und Essigsäurebakterien zu arbeiten.
Sie sorgen für diesen typischen leicht säuerlichen Geschmack – und dafür, dass euer Brot wunderbar aufgeht, ganz ohne Hefe.

Glutenfrei funktioniert das genauso – nur dass man statt Roggen- oder Weizenmehl eben glutenfreie Vollkornmehle oder wie ich den Schär Brot Mehlmix verwendet.


Was Ihr für Euren glutenfreien Sauerteig braucht

Für den Start braucht Ihr nur wenige Dinge, die Ihr wahrscheinlich ohnehin zu Hause habt:

  • 260–300 g glutenfreies Mehl (z. B. Schär Brot Mix, Reismehl, Buchweizenmehl oder Mehl der Hamfelder Mühle)

  • 260–300 g lauwarmes Wasser

  • 2 saubere Vorratsgläser mit Deckel

  • 1 Löffel

  • 1 Digitalwaage

Schaut mal hier – Ich habe eine Liste mit den Produkten zum glutenfreien Brotbacken erstellt. (Werbung / Amazon Partnerlink)

Tipp:

Arbeitet möglichst sauber – alle Gefäße und Löffel sollten mit heißem Wasser ausgespült werden. So hat der Sauerteig die besten Startbedingungen.

Die ideale Temperatur zum Reifen liegt zwischen 24 und 28 Grad. Ich stelle mein Glas einfach in einen Schrank in der Küche – dort ist es ruhig, geschützt und gleichmäßig warm.

Mein Weg zum perfekten glutenfreien Sauerteig: Alle Learnings, Tipps und das Ergebnis, das mich jetzt sehr glücklich macht. Ideal für alle Brotliebhaber:innen!
Mein Weg zum perfekten glutenfreien Sauerteig: Alle Learnings, Tipps und das Ergebnis, das mich jetzt sehr glücklich macht. Ideal für alle Brotliebhaber:innen!

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Glutenfreien Sauerteig ansetzen

Tag 1 – Start

  • 30 g glutenfreies Mehl

  • 30 g lauwarmes Wasser
    Beides in ein Glas geben, gut verrühren und nur leicht abgedeckt (Deckel nicht fest verschließen!) warm stellen.
    Nach 24 Stunden weitermachen.


Tag 2–3 – Füttern

  • Zum Ansatz jeweils 30 g Mehl und 30 g Wasser geben.

  • Gut umrühren und wieder abgedeckt warmstellen.
    Vielleicht seht Ihr schon die ersten kleinen Bläschen – das ist ein gutes Zeichen!


Tag 4 – Auffrischen

Um Mehl zu sparen, wird jetzt ein Teil verworfen:

  • 30 g vom bisherigen Ansatz in ein zweites Glas geben.

  • Dazu 30 g Mehl und 30 g Wasser – gut umrühren.
    Der Rest kann entsorgt oder in Cracker oder Pfannkuchen verarbeitet werden. Oder arbeitet in einem frischen Glas einfach mit 2 Parallelteigen. Den 2. kann man auch ganz herrlich verschenken!


Tag 5–6 – Kräftigen

  • Jetzt braucht der Starter mehr „Futter“: 70 g Mehl und 70 g Wasser.

  • Wieder gut verrühren und warmstellen.
    Jetzt sollte der Sauerteig Blasen werfen, angenehm säuerlich riechen und leicht luftig wirken.


Tag 7 – Fertig!

Wenn dein Sauerteig lebendig aussieht, leicht säuerlich riecht und sich Blasen zeigen, ist er einsatzbereit!
Ihr habt nun rund 370 g Sauerteig, von denen Ihr
– ca. 30 g als Anstellgut im Kühlschrank aufbewahrt und
– den Rest zum Backen nutzen könnt.

Das Anstellgut ist der „Starter“ für alle zukünftigen Brote. Einfach regelmäßig auffrischen, und er begleitet Euch viele Jahre!


Meine Tipps aus der Praxis

  • Buchweizen braucht deutlich länger und riecht oft streng – das ist normal.

  • Wenn sich oben etwas Flüssigkeit absetzt, ist das kein Problem. Einfach abgießen oder unterrühren.

  • Sollte sich Schimmel bilden, bitte alles entsorgen und neu starten.

  • Wenn dein Ansatz nach sieben Tagen noch nicht aktiv ist, einfach 1–2 Tage weiterfüttern.


So bewahrt Ihr den Sauerteig richtig auf

Bewahrt das Anstellgut in einem kleinen Schraubglas im Kühlschrank auf – aber den Deckel nie ganz fest verschließen!
So hält es etwa 1–2 Wochen. Danach solltest Ihr es wieder auffrischen: einfach mit 30 g Mehl und 30 g Wasser füttern, 8–12 Stunden stehen lassen – und schon ist es wieder backbereit.

Extra-Tipp:
Wenn Ihr selten backt, könnt Ihr den Sauerteig auch einfrieren oder trocknen. Zum Trocknen einfach dünn auf Backpapier streichen, ein paar Tage durchtrocknen lassen und in Stückchen im Glas aufbewahren. Ich hab ein kleine Portionen von 50 g abgefüllt und in Gläsern eingefroren! So hab ich jederzeit wieder einen Sauerteig, den ich nur aktivieren muss.

Mein Weg zum perfekten glutenfreien Sauerteig: Alle Learnings, Tipps und das Ergebnis, das mich jetzt sehr glücklich macht. Ideal für alle Brotliebhaber:innen!

Mein Fazit

Ich hätte nie gedacht, dass glutenfreier Sauerteig so gut funktioniert!
Nach ein paar Fehlversuchen und intensiven Tests mit verschiedenen Mehlen weiß ich jetzt: Schär Brotmehl ist mein Favorit für den Start, und mit ein bisschen Geduld klappt’s wunderbar.

Fürs Brot nehm ich dann immer eine Mischung aus Buchweizen, Reis und Hafermehl. Aber dazu mehr an anderer Stelle!


Ich möchte nächste Woche übrigens gemeinsam mit Euch auf Instagram einen Sauerteig ansetzen – kommt gern mit, wir füttern ihn täglich zusammen und schauen, wie er wächst! Wir starten gemeinsam am Montag bei Instagram! 

Wenn Ihr also schon länger mal glutenfreies Sauerteigbrot backen wolltet – jetzt ist der perfekte Zeitpunkt.

Alles Liebe

Clara

P.s. Wenn es mal schneller gehen soll, könnt ihr auch mein leckeres glutenfreies Haferbrot backen! Das geht deutlich schneller!

Teilen ist toll!
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Posted By: tastesheriff Clara · In: Allgemein, Köstlich

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Kommentare

  1. Britta sagt

    19.11.25 zu 20:26

    Hallo Clara,

    ersteinmal vielen Dank fürs Teilen. Wie geht es nach Tag 7 weiter bzw. wie backe ich dann aus dem Sauerteig ein Brot?

    Antworten
    • tastesheriff Clara sagt

      20.11.25 zu 13:44

      Liebe Britta, ich hab leider das Sauerteigbrotrezept von mir noch nicht fertig, weil leider privat einiges dazwischen kam! Aber schau mal bei Lena Glutenfrei! Die hat da super Rezepte! Liebe Grüße Clara

      Antworten
  2. Sophie Kerkau sagt

    6.12.25 zu 19:07

    Hallöchen Clara! Ich hab eine kleine Frage: wie genau funktioniert das mit dem Anfüttern vor dem Backen? Nehme ich immer nur 30g Wasser und Mehl dazu um dem Starter wieder zu aktivieren? Dankeschön schon einmal🥰

    Antworten

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