Ihr Lieben!
ich habe in den letzten Wochen ja meine Artikel zu unserem Roadtrip aus dem letzten Jahr mit Euch geteilt. Im ersten Teil waren wir von Hamburg über Wuppertal und Trier bis an die Mosel unterwegs. Im zweiten Teil ging es von der Mosel in die Nordpfalz und dann über Strassburg nach Baden-Baden und auf die Schwäbische Alb.
Im Vorfeld hatte ich mir einige Gedanken gemacht und ein paar Sachen hab ich dann vor Ort auch noch geändert. Aber ich wollte mit Euch meine Tricks und Kniffe für diesen Roadtrip mit Kindern teilen. Wir waren ja nur zu dritt unterwegs und es war einer der schönsten Urlaube, die wir bisher gemacht haben.
- Einfach machen – macht Euch nicht so viele Sorgen! Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Ja – ein Unfall – aber davon gehen wir mal nicht aus. Außerdem waren wir ja innerhalb von Deutschland unterwegs mit ausreichend medizinischer Versorgung und auch einer Infrastruktur, falls mal irgendwo eine Zahnbürste liegen gelassen wird oder oder oder.
- Entfernung zwischen den einzelnen Unterkünften – Natürlich kann man mit Reisetagen und langen Anreisen planen. Unsere Devise bei unserer Reise war eher: Der Weg ist das Ziel! So haben wir in Etappen von ca. 2-3 Stunden geplant. Am längsten war die Reisezeit zwischen Hamburg und Wuppertal. Aber bei so kurzen Reisezeiten, ist auch genug Zeit die Gegend zu erkunden oder einen Besuch an Sehenswürdigkeiten einzuplanen! So kamen wir auch auf das Zwischenziel Trier oder Strassburg.
- Zwei Übernachtungen – Man kann an allen Orten natürlich nur eine Nacht bleiben und dann weiter reisen, aber wir haben uns am wohlsten an den Orten mit 2 Übernachtungen gefühlt. Man kommt richtig an und hat auch die Chance etwas vor Ort zu machen. 2 Nächte sind eine große Empfehlung.
- Bewusst packen – Wir hatten ja viele Unterkünfte und ich wollte nicht überall mit 2 großen Koffern und 3 Taschen auf der Matte stehen. Das haben die Gästezimmer und Unterkünfte auch gar nicht alle her gegeben. Also haben ich bewusste gepackt:
- Pro Unterkunft eine kleine Tasche für uns alle
- ein Beautycase mit allen Kosmetikprodukten und Zahnbürsten
- eine Tasche mit Laptop, Kabeln und Schlafanzügen
- im Auto noch folgende Taschen:
- Schwimmsachen (haben wir einmal extra gepackt für den Fall der Fälle)
- Schuhtasche
- Notlebensmittel und Proviant
- Proviant und Wasser – Wir hatten im Auto große und kleine Wasserflaschen für unterwegs oder Ferienwohnungen und einige Müsliriegel und etwas Obst und Müllbeutel. Natürlich kann man überall etwas besorgen. Aber ich hatte keine Lust immer wieder in nen Supermarkt zu marschieren. Wir haben natürlich auch Lust gesteuert unterwegs immer mal unterschiedliche Snacks gekauft oder sind eingekehrt. Aber gerade da eins der Kinder kein Gluten essen darf, war es mir wichtig für den Notfall einen Snack und etwas zu essen für sie dabei zu haben.

- Absprachen und Besprechungen – Wir sprechen als Familie viel miteinander. Bei allen Stationen haben wir auch besprochen, was wir unbedingt an dem Tag und auch am nächsten machen wollen. Meine Mädchen sind glücklicherweise sehr unkompliziert! Aber es ist bei uns wichtig alles einmal zu besprechen und alle Bedürfnisse gehört zu haben, damit alle einen tollen Tag haben.
- Argumentationsgrundlage für Pausen: „Lasst uns doch in x ne Pause mache.. ich wollte so gerne noch in das Café y mit Euch ein Eis essen / Apfelschorle trinken / Kakao trinken.“ Manchmal muss man seine eigenen Ideen den anderen Schmackhaft machen. Also womit kann man Eure Familie locken!
- Autofahrt mit Hörbuch – Bei uns fing mit der Reise die große Harry Potter Leidenschaft bei der Kleinen an. Die Große hatte die ersten Bücher bereits gelesen und verschlang die restlichen im Urlaub. Aber auf den Autofahrten wollten wir gerne alle gemeinsam etwas hören. Ich höre sonst gerne Podcast, aber mir war klar, dass ich für die allgemeine Stimmung etwas finden musste, was uns allen gefällt. Also hab ich Harry Potter Hörbücher in der Bücherei ausgeliehen. Das war eigentlich super. Nur wollten wir manchmal auch in der Unterkunft noch ein bisschen weiter hören und nicht einfach im Auto sitzenbleiben. Daher bin ich nach ein paar Tagen auf Audible umgestiegen. Und so konnten wir die Hörbücher im Autoradio hören, aber auch noch im Hotelzimmer auf meinem Handy.
- große Handtasche mit Beschäftigungsmöglichkeiten: Als die Kinder kleiner waren, hatte ich immer Schleich Tiere und Lego dabei. Inzwischen sind es Spiele wie Dooble und Uno oder auch Malbücher. In diesem Fall waren es natürlich Harry Potter Malbücher (Werbung/ affiliate Link) und ne rutsche neue Stifte in einer Federtasche. Und auch blanko Bücher für die Kinder zum Reinschreiben und basteln. Natürlich schwören viele auf iPads oder technische Unterstützung. Ich bin davon kein großer Freund. So versuche ich ja auch während des Essens/Restaurantbesuchs mein Telefon an die Seite zu legen. Für uns gibt es das nicht.
- Möglichkeit für die Kinder die Reise selbst zu dokumentieren – Das ist eigentlich auch eine tolle Erinnerung für die Kinder. Vor einer anderen Reise hab ich ganz einfache Digitalkameras für die Mädels gekauft. Die haben wir dieses Mal leider vergessen. Aber Blanko Bücher zum reinschreiben, Kleber, Tesafilm und Sticker und ähnliches helfen noch dabei Eintrittskarten und andere Dinge hinein zukleben und man hat eine schöne Erinnerung!

- Alle Bedürfnisse hören – Auch seine eigenen! Was möchtet ihr? Wird es Euch zu viel? Braucht ihr auch mal 2 Stunden zum Durchatmen? Dann darf es auch mal ein Film im Hotelzimmer sein. Oder auch mal der Besuch von dem Museum, das man gerne sehen möchte. Es gibt sicherlich wieder ein Programmpunkt, den man nur für die anderen macht. Übrigens hatte ich auch Laufklamotten dabei und bin auch ein paar mal alleine Laufen gegangen, als die Kinder noch schliefen (nach Absprache am Vorabend). Das war herrlich und tat gut.
- Schaut ob es kindertaugliches Rahmen-Programm gibt. So hat uns Trier zum Beispiel mit einer tollen Kinderstadtführung auf eigene Faust überrascht und uns allen Spaß gebracht. Auch viele Museen bieten inzwischen Kinderprogramme an! Vielleicht liegt da ja gerade etwas auf Eurem Ziel.
- Bucket List – Was möchtet ihr einmal sehen oder ist Euch wichtig, dass die Kinder es einmal erleben? Es gibt so viele tolle Orte, die man einmal gesehen haben möchte. Guckt doch mal auf die Landkarte. Liegt davon etwas auf der Strecke? Ich erinnere mich z.B. an meinen ersten Besuch in einer Tropfsteinhöhle mit ca. 11 Jahren. Das ist in Norddeutschland ja eher selten. Daher wollte ich meinen Kindern unbedingt mal eine Tropfsteinhöhle zeigen.
- Recherche – ja – es ist etwas nervig, aber es hilft vorher ein wenig zu recherchieren. Wo wollen wir hin? Wie weit sind die Strecken? Was liegt auf dem Weg. Wo essen wir? Das kann man super über Google Karten festhalten und natürlich auch immer umwerfen. Uns haben zwei Sachen sehr geholfen. Einmal die App FindGFme mit glutenfreien Restaurants und Empfehlungen rund um die Welt. Und dann auch Hotels mit Restaurants zu buchen. Wir haben in zwei Hotels aus der Landidyll Gruppe übernachtet. Das sind Agenturkunden von uns. Und ich mag die familiengeführten Häuser sehr gerne. Zudem kann man ihn ihnen exzellent essen. Und ich musste mir keine Gedanken machen. Lediglich in dem Heidewagen mussten wir uns selbst versorgen und ich hab hier dann einfach auf hochwertige Fertiggerichte gesetzt. Also gab es einfach ne Pasta mit einer fertiger Soße und Parmesan. An einem Abend Pesto, am anderen Tomatensoße. Damit waren auch alle glücklich und wir brauchten nicht 20 unterschiedliche Zutaten.
- Die Zeit genießen – Klar geht immer mal was schief. Aber sonst hätte man ja auch nix erlebt und nix zu erzählen. Aber diese Zeit kommt nicht nochmal. Also macht immer das Beste draus und geniesst die Momente.
Ich steck schon in der Planung für unsere Sommer und Herbstferien! Das wird wieder ganz wunderbar! In Sommer sind wir alle vier zusammen unterwegs. Im Herbst vermutlich wieder nur wir drei! Aber das wird auch wieder gut werden!
Hab ich etwas vergessen? Verratet es mir gerne in den Kommentaren, was Eure Tipps sind.
Alles Liebe
Clara





Nadine sagt
Hallo Clara,
Danke für die 9! Ich bin da deiner Meinung, und wenn es hier auch technisches Spielzeug gibt, so glaube ich doch sehr, dass es einfach hilft vorbereitet zu sein und vorzuleben, wie man einen Tag / Restaurantbesuch erleben kann ohne immer wieder aufs Handy zu starren. Wir laden auch mal für Zugfahrten mal ne Checker Tobi – Folge runter, aber gerade da kann man auch super Spiele spielen oder einfach aus dem Fenster gucken. Bei Autofahrten reichten bisher immer Hörspiele.
Finde es sehr cool, dass du mit den Kindern geklärt hast, dass du Joggen gehst, während sie noch schlafen!
Viel Spaß beim diesjährigen Urlaub!
Nadine
tastesheriff Clara sagt
Hallo Nadine,
ja, das Vorleben finde ich auch total wichtig! Man kann bei allem so eine wunderbare Zeit haben und auch die Kleinigkeiten können zum Erlebnis gemacht werden…
Liebste Grüße
Clara
Karin sagt
Super Liste, danke! Ich glaube, die hilft nicht nur, wenn man mit Kindern unterwegs ist, sondern auch bspw. bei Reisen mit Freunden :)
tastesheriff Clara sagt
Ja, das stimmt! Die Liste lässt sich auch sehr gut auf andere Reisen übertragen.
Denise sagt
Hallo,
danke für die Tipps, die meisten beherzigen wir auch.
Als unser Kind ca. 3 Jahre alt war und wir in einem Urlaub öfter essen waren, hab ich ein „Restaurant-Beschäftigungstäschchen“ gepackt, ein kleines leeres DIN A6 Heftchen, eine kleine Dose mit Buntstiften und Anspitzer im Deckel (gibts z.B. bei Hema oder Tiger), ein kleines Ausmalheftchen, Pixi-Bücher, 2-3 kleine Autos und das Spiel Schokohexe (Uno (Jr) geht auch gut). Dieses Täschen ist kleiner als DIN A5, passt somit in jede Handtasche und liegt seitdem, mit wechselnder Ausstattung, griffbereit zuhause. Somit kann ich es immer mitnehmen, wenn irgendwo ggf. Wartezeit auftritt.
Ansonsten kann man, wenn man spontan Essen geht und nicht vorbereitet ist, auch gut Bilderrätsel spielen, ein Blatt Papier (oder Bierdeckel) und einen Stift bekommt man schnell organisiert und dann entstehen da die lustigsten Bildchen :-) Oder halt das klassische „ich sehe was, was du nicht siehst“. Tablet o.ä. gab es bei uns jedenfalls auch noch nie im Restaurant und tatsächlich erst ein einziges Mal im Auto.
Unser Sohn liebt es, bei Autofahrten Google Maps zu verfolgen, zu kontrollieren, ob sich auch an Geschwindigkeitsbegrenzungen gehalten wird :-D, es gibt so viel draußen zu beobachten (Baustellen, Straßenschilder) und für Kinder, die lesen können, ist ein Nachschlagebuch mit KFZ-Kennzeichen auch echt cool!
Ansonsten ist bei Autofahrten (oder Zugfahrten) natürlich Proviant das A und O. Nur zu trinken gibt es nur Wasser und keine Apfelschorle, die wird nämlich sonst so schnell weggetrunken, dass wir nur Pinkelpausen machen müssen :-D
tastesheriff Clara sagt
So eine schöne Idee, liebe Denise! Das klingt wirklich richtig praktisch und sinnvoll..
Das Nachschlagebuch für KFZ-Kennzeichen wird hier wohl auch einziehen.
Ganz liebe Grüße